Zyklus und Sexualität der Frau
Die Pubertät setzt bei Mädchen im Alter von etwa zehn Jahren ein und macht sich durch verschiedene Veränderungen bemerkbar: das Wachsen der Brüste, Schamhaarwuchs und das Einsetzen der Periode kennzeichnen den Wandel vom Mädchen zur Frau. Neben den physischen Veränderungen haben viele Mädchen Schwierigkeiten mit der Umwelt: Unsicherheit, ständige Auseinandersetzungen mit den Eltern und allgemeines Unverstandenwissen zeugen von der hormonellen Veränderung, die im Körper stattfindet.
Vor der ersten Regel haben viele Mädchen Angst. Und das nicht unbegründet: Die Regel kann sehr unangenehm sein; starke Unterleibsschmerzen und die Blutung erschweren den Alltag und lassen viele Frauen gereizt und angeschlagen wirken.
Mit dem Einsetzen der ersten Monatsblutung können Frauen schwanger werden.
Der Monatszyklus der Frau beträgt etwa 28 Tage. Sowohl kürzere Zyklen als auch ein Ausbleiben eines Zyklus sind nicht selten und müssen kein Zeichen für eine Schwangerschaft oder eine Krankheit sein.
Mit dem ersten Tag des Zyklus wird im weiblichen Körper vermehrt das Hormon Östrogen ausgeschüttet, dadurch wird in der Gebärmutter die Schleimhaut verstärkt, um einen Nährboden für das Ei zu bilden.
Am Tage der höchsten Hormonausschüttung wird in den Eierstöcken ein fertiges Ei auf die Reise durch die Eileiter geschickt. Eingebettet in einer Schutzschicht, die man Gelbkörper nennt und aus dem Hormon Progesteron besteht.
Dieses Hormon ermöglich dem Ei das Einnisten in der Gebärmutter.
Nach genau 14 Tagen stoppt der Gelbkörper die Produktion des Hormons, falls sich das befruchtete Ei in der Gebärmutter eingenistet hat, wird die Produktion des Hormons vom Mutterkuchen übernommen. Andernfalls wird das unbefruchtete Ei mit der Blutung aus der Gebärmutter gespült. Durch das Absinken des Hormonspiegels wird damit ein neuer Zyklus ausgelöst.
