Wechseljahre

Was ist die Menopause bzw. das Klimakterium?

Ab dem 40ten Lebensjahr kommen Frauen in die Wechseljahre bzw. in das Klimakterium. Dabei hören die Eierstöcke langsam auf, Hormone zu bilden. Der Hormonhaushalt stellt sich um, die Produktion der Sexualhormone Östrogen und Progesteron lässt nach. Die Folge ist das Ausbleiben der Regel, Frauen können nicht mehr schwanger werden. Dieser Vorgang ist vollkommen natürlich und Teil des menschlichen Alterns. Für viele Jahren Frauen sind die Wechseljahre ein schwieriger Prozeß, weil sie sich "alt" fühlen und nicht mehr als "ganze" Frau. Dazu kommen als Folge des Hormonmangels Begleiterscheinungen wie Hitzewallungen, Unwohlsein, Hautprobleme, aber auch Krankheiten wie Osteoporose (Knochenschwund).

Die Wechseljahre werden in folgende Phasen untergliedert:

Prämenopause:

Diese Phase wird als Eintritt in die Wechseljahre bezeichnet und beschreibt die Jahre vor der letzten Regelblutung.

Perimenopause:

Der eigentliche Übergang in die Wechseljahre und das Jahr nach der Menopause. Für die meisten Frauen leicht zu erkennen, weil zu diesem Zeitpunkt die Begleiterscheinungen sehr stark auftreten.

Postmenopause:

Endet meist mit dem 65ten Lebensjahr. 1998 befanden sich 477 Millionen Frauen weltweit in der Postmenopause, Schätzungen zufolge werden es 2025 1,1 Billionen sein. Somit ist diese Phase nicht nur ein Problem für jede einzelne Frau, sondern auch ein Thema, mit dem sich die Gesellschaft beschäftigen muss.

Vorzeitige Menopause:

Es gibt auch den Fall, dass die Wechseljahre zu früh, also die letzte Regel vor dem 40ten Lebensjahr eintritt. Diese vorzeitige Menopause wird auch "Climacterium praecox" genannt.

Begleiterscheinungen der Wechseljahre:

Neben den schon erwähnten Beschwerden wie Hitzewallungen ist es sehr wichtig zu wissen, in welcher Phase der Wechseljahre sich eine Frau befindet, weil sich die Beschwerden dabei stark unterscheiden. Jede Frau sollte ihren Körper während der Menopause genau beobachten und z. B. einen Blutungskalender führen, in dem sie Dauer und Stärke notiert. So können Blutungsstörungen frühzeitig erkannt werden. Es kommt auch häufig zu trockenen Schleimhäuten, die u.a. beim Geschlechtsverkehr sehr unangenehm sein können. Eine weitere sehr unangenehme Begleiterscheinung ist die Blasenschwäche (Inkontinenz), die auch durch einen Hormonmangel ausgelöst werden kann. Diese sehr verbreitete und tabuisierte Krankheit kann durch rechtzeitigen Gang zum Arzt behoben werden.