Verhütungsmethoden
Bereits seit dem Altertum gibt es Mittel zur Verhütung, die alten Ägypter benutzten beispielsweise getrocknete Schafdärme als Kondom.
Es gibt eine Vielzahl von Verhütungsmethoden, die sich grundsätzlich in hormonelle u. nicht-hormonelle unterscheiden:
Nicht-hormonelle Verhütung:
- Kondom:
Weltweit das sicherste Verhütungsmittel, allerdings nur bei sachgemässer Anwendung (sorgfältige Behandlung, nur Verwendung von wasserhaltigen Gleitmitteln, Beachten des Haltbarkeitsdatums). Das Kondom bietet als einziges Verhütungsmittel Schutz gegen Geschlechtskrankheiten wie Tripper, Syphillis, Chlamydien und HIV. - Kupferspirale:
Der Frauenarzt setzt ein mit Kupferdraht umwickeltes, T-förmiges Kunststoffstück in die Gebärmutter ein. Durch die Freigabe von Kupfer-Ionen können sich in der Schleimhaut der Gebärmutter keine Eier mehr einnisten und zusätzlich wird die Beweglichkeit der Spermien erschwert. Die Spirale muss alle 3-5 Jahre ausgetauscht werden. Leider hat die Kupferspirale ihre Nachteile: Die Monatsblutung kann durchaus heftiger und schmerzhafter ausfallen. Ausserdem fördert die Spirale Infektionen. - Mikrocomputer:
Etwas für die Handtasche: Ein kleiner Computer bestimmt per Temperaturmessung die fruchtbaren Tage der Frau. Vorteil: Für Paare, die natürlich verhüten wollen. Nachteil: Sehr unsicher und zwingt Paare zur sexuellen Abstinenz. - Coitus Interruptus:
Ungeschützer Sexualverkehr, wobei der männliche Partner den Akt kurz vor dem Orgasmus unterbricht. Sehr unsichere Methode, da bereits vor dem Orgasmus Spermien in die Vagina gelangen können. Nicht zu sprechen von den Erregern von Geschlechtskrankheiten. - Sterilisation
Dabei werden die Eileiter bei der Frau verödet bzw. beim Mann die Samenstränge mittels eines kleinen chirurgischen Eingriffs durchtrennt. Der Eingriff ist relativ harmlos, und gilt als sehr sicher.
Hormonelle Verhütung:
Generell sind sich die hormonellen Verhütungsmethoden ähnlich; durch die tägliche Verabreichung einer bestimmten Menge von Hormonen wird die Produktion eines Eis und somit eine mögliche Schwangerschaft verhindert (Ovulationshemmer). Nur bei der Hormonspirale bleibt es beim natürlichen Zyklus. Die Präparate können geschluckt, gespritzt oder via Pflaster über die Haut aufgenommen werden. Es gibt Kombinationspräparate (enhalten Östrogen und Gestagen) oder rein gestagen-haltige und abgebende Präparate wie Vaginalring und Hormonspirale. Hormonelle Verhütungsmittel gelten als sehr sicher, nur Raucherinnen sollten aufpassen: hier steigt das Risiko von Thrombosen und Embolien um das 20fache!
- Pille
Seit mehr als vierzig Jahren gibt es die Pille für die Frau. Die Pille gehört bei genauer Anwendung zu den sichersten Verhütungsmethoden, da sie den Eisprung verhindert und eine Schwangerschaft gar nicht erst ermöglicht. Zudem hilft sie bei der Behandlung von Hautproblemen. - Hormon-Implantat
Vom Arzt wird bei lokaler Betäubung unter die Haut ein kleiner Kunststoff-Zylinder implantiert. Vom Implantat werden gleichmässig kleine Menge des Hormons Gestagen abgegeben, was den Eisprung hemmt. Das Implantat bietet Verhütungsschutz für drei Jahre. - Hormon-Ring
Ein kleiner Kunststoff-Ring wird in die Scheide eingeführt und bleibt dort 3 Wochen. Während dieser Zeit gibt er eine Kombination aus den Hormonen Östrogen und Gestagen ab, beide verhindern den Eisprung. In der vierten Woche entfernt man den Ring und die Regel tritt ein. Auch in dieser Woche ist man geschützt. - Die 3-Monats-Spritze
Im Abstand von drei Monaten wird dem Körper das Hormon Gestagen gespritzt. Dadurch wird der Eisprung verhindert und die Gebärmutterschleimhaut wächst langsamer.
Leider hat die Spritze ihre Nachteile, der Zyklus setzt erst nach einigen Monaten wieder ein, und es gibt häufig starke Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme und Blutungen. Eher geeignet für Frauen, die Östrogen unverträglich sind.
